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Reisebericht 2010

Das Schulgeld-Programm wird erweitert

Das Schulgeld-Programm von HOPE FOR ALL – es wurde im Bericht von 2009 vorgestellt - wird ausgebaut. vorgestellt. Herr Meas Thavy ist Pastor in einem Armenviertel von Phnom Penh und war 8 Jahre Direktor unserer Tagesschule. Jetzt hat er im Teilzeitamt die Leitung unseres unser Schulgeld-Programms übernommen. Im Laufe des Jahres wählt er mindestens fünfzig weitere Kinder aus, die wegen Armut nicht zur Schule gehen. Diese Kinder werden von HOPE FOR ALL finanziell unterstützt und ihr regelmässiger Schulbesuch wird überwacht.

Neue Sterilisationsanlage für die Clinic

Kambodscha ist das Land mit der höchsten AIDS-Rate von ganz Asien. Nicht weniger als 3% der Menschen dort sind mit dem HI-Virus infiziert. Weil AIDS auch durch zahnärztliche Instrumente übertragen werden kann, ist eine einwandfreie Sterilisation besonders wichtig. Seitdem in der Clinic an vier Zahnarzt-Stühlen behandelt wird, ist dort das betagte Sterilisationsgerät fast Tag und Nacht im Einsatz. Ein Defekt hätte den ganzen Betrieb lahm gelegt, doch seit einigen Tagen sind wir diese Sorge los: Dank der Spende einer Stiftung von Basler Ärzten konnten wir eine neue und grössere Sterilisationsanlage einrichten. Der zahnärztliche Chef der Clinic schrieb mir begeistert: „In der ganzen Provinz verfügt kein anderer zahnärztlicher Betrieb über eine vergleichbar leistungsfähige Sterilisationsanlage“.

Alter Autoklav Neuer Autoklav
Bisher wurden die Instrumente der Clinic in einem ausgemusterten Autoklaven der Schweizer Armee sterilisiert. Seit Juni 2010 wird diese Aufgabe von einer neuen Anlage übernommen.

Korruption in Kambodscha

In Kambodscha gibt es viel Korruption. Vor ein paar Tagen hat die Zeitung „Cambodia Daily“ zu diesem Thema eine skurrile Begebenheit berichtet:

Der Staatsangestellte Heng Heam wollte stellvertretender Gouverneur einer Provinz werden und schmierte einen Mitarbeiter des Innenministeriums weisungsgemäss mit 30'000 US-Dollars. Doch der Job blieb aus und Heng Heam klagte deswegen vor Gericht. Der geschmierte Beamte verteidigte sich, er habe eben nur 27'000 Dollars erhalten... und wurde gleichwohl wegen Korruption verurteilt.

Der verhinderte Vize-Gouverneur hingegen kam ungeschoren davon, denn das Gericht glaubt seiner neuen Erklärung, dass sein Geld eigentlich für ein Bauprojekt des Ministeriums vorgesehen war.

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